Thema des Vortrags ist die Kampagne gegen den
§218 im Jahr 1931. In diesem Jahr fanden die bislang größten Massenproteste gegen das Verbot von Abtreibungen in Deutschland statt. Ausgelöst durch die Verhaftung der Ärztin Else Kienle und des Arztes und Dramatikers Friedrich Wolf entwickelte sich deutschlandweit eine breite Bewegung für reproduktive Selbstbestimmung und die Abschaffung des § 218. Heute sind diese Kämpfe weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe, die Rolle der Sexualreformorganisationen sowie die Akteur*innen dieser Bewegung.
Toni Lammertz studierte Sozialpädagogik und Kunst an der Universität Wuppertal. Im Rahmen ihres Studiums befasste sie sich mit den Themen Sexualreform und der Geschichte des §218. Ein besonderes Augenmerk legte sie dabei auf die Liga für Mutterschutz und soziale Familienhygiene, eine der bedeutendsten Laienorganisation der Sexualreformbewegung in der Weimarer Republik. Von Toni Lammertz ist eine Broschüre über die anarchosyndikalistische Aktivistin Traudchen Caspers im Syndikat A erschienen.
26.09.2026 // 18:30 // Volin Aachen
