Schwestern im Streit – Warum Sisterhood feministische Solidarität stärkt und herausfordert

Sisterhood is powerful: dieser Slogan zieht sich wie ein roter Faden durch feministische Bewegungen weltweit. Die Idee der Schwesterlichkeit weckt die Hoffnung, dass Solidarität unter Frauen eine Kraft entfalten kann, mit der sich gesellschaftliche Ungleichheiten überwinden lassen. Doch was bedeutet Schwesterlichkeit eigentlich? Die Metapher der Schwester schafft Gemeinschaft und kann feministische Handlungsfähigkeit stärken. Gleichzeitig suggeriert sie Gemeinsamkeit und geteilte Erfahrungen. Für viele Feministinnen steht Sisterhood jedoch insbesondere für Gleichheit . Es stellt sich die Frage, ob die Vorstellung einer natürlichen Gleichheit im Politischen die Stärken feministischer Bewegungen, Vielfalt und Verschiedenheit untergräbt.
Der Vortrag geht diesen Spannungen nach. Er beleuchtet die historischen Wurzeln der Schwesterlichkeit, ihre unterschiedlichen Deutungen innerhalb feministischer Bewegungen und ihre Veränderungen im Laufe der Zeit. Im Fokus steht dabei auch die Gegenwart: Wie verstehen heutige Feminist*innen Schwesterlichkeit? Feministische Solidarität wird kritisch reflektiert und stellt die Frage, was sich daraus für aktuelle feministische Kämpfe lernen lässt. 

Kommt vorbei und diskutiert mit uns bei veganem Essen und kühlen Getränken. Der Vortrag findet in Kooperation mit Diskursiv im Rahmen der Schwarz-Roten Kneipe im Februar statt.

18.02.2026 // 18:30h // DGB-Haus